XI. Harzburger Songnacht:

"Wer hätte das von Harzburg gedacht"

Musik live und handgemacht - XI. Harzburger Songnacht mit Köhlert & Friends und Meike Koester

Meike Koester war für die Songnacht genau das, was in den letzten Jahren so ein wenig gefehlt hatte: Das musikalische Zugpferd. Die Braunschweigerin genießt den Ruf, eine ausgezeichnete Songschreiberin, Sängerin und Gitarristin zu sein. Und Koester blieb am Samstag nichts schuldig. Dem Publikum servierte sie akustischen Rock/Pop vom Allerfeinsten und die Organisatoren um Songnachtvater Rolf Köhlert und Kulturklub freuten sich über ein sehr gut gefülltes Bündheimer Schloß.

Bereits zum dritten Mal folgte Meike Koester dem Ruf auf die Bühne der "guten Stube" der Stadt. Koester klang wie ein Mix aus Alanis Morissette, Melissa Etheridge und Sheryl Crow - und zwar in der absolut perfekten Dosierung. Sie sang mal folkig, mal rockig. Mal leise, mal laut. Mal melodiös-melancholisch, mal ungestüm.

Die ausdrucksstarken Texte, die zweifelsohne in der Tradition der amerikanischen Singer/Songwriter stehen, kamen an. Auch die "Percussion"-Einlagen auf der eigenen Gitarre sorgten immer wieder für Szenenapplaus. Das Publikum mochte Meike Koester und Meike Koester mochte das Publikum. Nicht nur, dass die Zuhörer klatschten. Sie sangen am Ende sogar mit. "Wer hätte das von Harzburg gedacht", freute sich die Musikerin über den lang anhaltenden Applaus und das "große Maß an Aufmerksamkeit", das sie in den gebannt lauschenden Reihen ausmachte.

Den Auftakt der XI. Harzburger Songnacht hatte Rolf Köhlert (Gitarre, Gesang, Mundharmonika) zuvor in bewährter Weise selbst gestaltet. Es gab Lieder aus der eigenen Feder wie den Klassiker "Follow me on the ice" und Songs bekannter Größen und Vorbilder wie Tom Petty und Van Morrison. Natürlich live und handgemacht - ganz so, wie es sich für echte Songnachtmusik gehört.

Mit von der Partie waren auch eine ganze Reihe musikalischer "Friends": Langjährige Mitstreiter wie "Ringo" Bachmann, der unauffällige aber souveräne Bassist, wie Carsten Eberts (Gitarre/Gesang), der laut Köhlert "einfach von Jahr zu Jahr besser wird" und wie Traute Wethkamp (Gesang), auf die sich der Songnachtvater "einfach blind verlassen kann".

Aber auch drei Premieren gab es am Samstag zu feiern. Neu bei den "Friends" war Schlagzeuger Matthias Gröne, zudem brachte Köhlert mit den Sängerinnen Isabell Schmidt und Laura Wittig zwei Nachwuchstalente auf die Bühne. Von so vielen "Friends" profitierte natürlich die musikalische Variation. Und so rauschten Rolf Köhlert und seine Mitmusikanten in wechselnden Besetzungen von melancholischer, irischer Popmusik über lauten und gitarrenlastigen Rock bis hin zu Country-Songs und echten Beatles-Klassikern. Und als Köhlert schließlich auch noch seinen langjährigen Weggefährten Holger Jacobj auf die Bühne bat, waren tatsächlich alle "Friends" beisammen. Mit "We can work it out" sorgten sie optisch wie musikalisch für ein echtes Highlight in elf Jahren Harzburger Songnachtgeschichte.

Rolf Köhlert & Friends; Foto: Eike Zenner

Rolf Köhlert (rechts) hatte seinen großen musikalischen Freundeskreis mit ins Schloß gebracht. Gemeinsam mit dem Songnachtvater spielten Carsten Eberts, Holger Jacobj und Traute Wethkamp (v.r.) sowie "Ringo" Bachmann, Matthias Gröne, Laura Wittig und Isabell Schmidt.

Meike Köster; Foto: Eike Zenner

Akustischen Rock/Pop vom Allerfeinsten bekamen die gut 120 Besucher von Meike Koester auf die Ohren.

Artikel und Fotos: Eike Zenner, Goslarsche Zeitung von Mi., 18.05.2005

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