Hajo Banzhaf:

Was Sterne mit Liebe zu tun haben

Tarot-Experte Hajo Banzhaf war beim Kulturklub zu Gast und hielt den Vortrag "Du bist alles, was mir fehlt"

Warum ziehen Gegensätze einander an? Wieso streitet man sich immer wieder mit dem Menschen, der ausgerechnet der liebende Lebenspartner ist? Und weshalb fühlt man sich ewig zu den gleichen Typen hingezogen? Antworten auf diese und ähnliche Fragen waren bei dem Vortrag "Du bist alles, was mir fehlt" des Astrologen Hajo Banzhaf im Bündheimer Schloss zu erfahren.

Entgegen der Erwartung, auf ein von Frauen dominiertes Publikum zu treffen, konnte man vergangenen Freitagabend feststellen, dass offenbar auch das starke Geschlecht astrologischen Lebendeutungen nicht gänzlich verschlossen ist. So lauschten in relativer geschlechtlicher Ausgeglichenheit etwa 90 Zuhörer dem anregenden Lichtbildervortrag Hajo Banzhafs - um sich selbst, den Partner und vielleicht auch die Liebe mit Hilfe der Sterne besser zu verstehen.

Wiedererkennungseffekte

In beigem Jackett zu weißem Hemd und dunkler Stoffhose trat der Astrologe, Autor und Tarot-Experte Hajo Banzhaf auf die Bühne. Mit tragbarem Mikrofon direkt an den Lippen und im Stehen sollte der professionelle Redner Banzhaf die nächsten 90 Minuten bestreiten. Im Fokus des Vortrags standen typische Problemkonstellationen in Beziehungen. Diese veranschaulichte Banzhaf immer wieder mit beispielhaften Anekdoten, die den ein oder anderen Zuhörer zum schmunzeln brachten; vielleicht, weil man sich selbst oder seine nächsten Mitmenschen darin oder in ähnlichen Situationen wiedererkannte. Mit seinen Weisheiten gelang es dem Astrologen stets, sein Publikum anzuregen. Es schien, als verglich ein jeder das Gesagte, das von einer eindringlichen Gestik unterstrichen wurde, mit den eigenen Lebensumständen. So gab die These zu denken, dass normalerweise das, was der Lebenspartner verkörpert, gerade das sei, was einem selber fehlt. Damit war dem Titel des Vortrags, "Du bist alles, was mir fehlt", Sinn gegeben. Im nächsten Moment jedoch provozierte Banzhaf ein fröhliches Raunen, das durch die Menge ging, indem er preisgab, dass nach der ersten Verliebtheit, die ja ungefähr nach einem halben Jahr abzuebben beginne, der anfängliche Spruch zu Gunsten eines "Du hast mir gerade noch gefehlt" schwinde.

Hörenswert waren die Theorien über unbewusste Suchbilder im Menschen, die laut Banzhaf unter anderem dafür verantwortlich seien, zu was für einer Sorte Mensch man sich hingezogen fühlt.

Wie Feuer und Wasser

Für weitere Lacher und zustimmendes Kopfnicken sorgte die Thematisierung der vier Elemente. Jedes Tierkreiszeichen ist einem Element, sei es Feuer, Wasser, Erde oder Luft, zugeordnet, woraus sich wiederum bestimmte, gute wie schlechte, Charaktereigenschaften ableiten lassen. Endlich war bestätigt, was man immer wusste: Den Partner zeichnet sich nicht nur außerordentliche Zuverlässigkeit aus; mit seiner Zugehörigkeit zu einem Sternzeichen aus dem Element Erde war eine Erklärung für seine Sturheit oder Spießigkeit gefunden. Aber auch die Feuer-, Luft- und Wassermenschen mussten sich ihre vermeintlichen Stärken und Schwächen vorhalten lassen.

Hajo Banzhaf; Foto: Anke Schauer

Des Rätsels Lösung steht für ihn in den Sternen: Hajo Banzhaf weiht seine Zuhörer über die Geheimnisse der Partnerschaft ein.
Foto: Anke Schauer, Goslarsche Zeitung Artikel: Anke Schauer
GZ von Di., 14.09.2004
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