Django Asül:

Bissig, böse, bayerisch

Django Asül hat es wieder geschafft: zum dritten Mal war der Comedy-Star in Bad Harzburg zu Gast und wieder einmal vor ausverkauftem Haus.

Der ernsten Medienverpackung schlechter Nachrichten müde, wollten die 300 Zuschauer eine Lach-Garantie - und die bekamen sie. Der 30-jährige "türkische Bayer" griff tief in die Klischeekiste und zauberte trotzdem neue humorvolle Gedanken hervor. "Hardliner" nennt er sein neues Programm, das aber erst noch in der "Testphase" sei. Da Bad Harzburg, wenn es um Kultur geht, bundesweit vorn liege und jedes Mal die Hälfte der Bevölkerung zu seinen Shows erscheine, komme er immer wieder gern, betonte er.

Pointen kamen im Sekundentakt, und die Publikumsreaktion reichte vom Schmunzeln bis zu brüllendem Lachen. Letztere Reaktion überwog.

Eine kleine Top 5 der Sprüche:

"Die Welt ist vom Terrorkommando bedroht; Deutschland dagegen von einem Errorkommando."

"Wer in der SPD ein Hardliner ist, ist in der CDU noch ein Weichei und die von der FDP sind Inliner - das ist ganz 'was anderes."

"Deutschland ist kein Reformland, eher ein Reformhaus: Alles ist teurer und schmeckt schlechter."

"Das neue Umschulungsprogramm für Terroristen: sie werden nach Guantánamo gebracht, bekommen dort orangefarbene Anzüge und werden jetzt alle Müllmann."

"Amerikanische Falken sind eine besondere Gattung: sie haben ein Spatzenhirn und nur Flügel auf der rechten Seite."

Danke für den Lachmuskelkater, Django!

Django Asül; Foto: Annette Borchers
Das Publikum im Bündheimer Schloss erlebte einen kabarettistischen Rundumschlag - nichts für Harmoniebedürftige.

Foto: Annette Borchers, Goslarsche Zeitung Artikel: Annette Borchers
GZ von Mo., 29.03.2004
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