Mitgliederversammlung 2011:

Kultur ist erfolgreich wie nie zuvor

11000 Besucher, 97 Prozent Kostendeckung und Rückenwind fürs Theater: Kulturklub zieht zufrieden Bilanz


Mit guten Nachrichten wartete Detlef Linke, Vorsitzender des Kulturklubs, bei der Jahreshauptversammlung des Vereins auf: Die reinen Klubveranstaltungen liefen 2010 so erfolgreich wie noch nie und selbst die schon totgesagte Bühne Bad Harzburg hat wieder Rückenwind.

30 Veranstaltungen organisierte der Verein im vergangenen Jahr, das sind zwar zwei weniger als im Jahr zuvor, doch haben sie eine höhere Besucherfrequenz: 10640 Karten sind verkauft worden, 800 mehr als 2009. Durchschnittlich kamen355 Besucher, auch hier gab es ein Plus: 2009 waren es durchschnittlich 306. Da ins Bündheimer Schloß, dem Haupt-Veranstaltungsort des Vereins, 320 Menschen passen, waren die Veranstaltungen quasi alle "überausverkauft", wie Linke schmunzelnd feststellte. Grund für die Überbuchung: Die Open-Air-Summernight im Badepark. Deren 2500 Besucher treiben die Statistik natürlich in die Höhe.

Fast kostendeckend

"2010 war das beste Jahr in unserer Vereinsgeschichte", so Linke. Denn der Kostendeckungsgrad habe bei 97 Prozent gelegen, das sei sensationell. Linke nannte mehrere Gründe: Zum einen natürlich sei man der Stadt dankbar für den Zuschuss und die personelle Unterstützung im Büro. Dann den Sponsoren für ihre Großzügigkeit. Und natürlich den Mitgliedern und Gästen, die die Veranstaltungen besuchten. Es waren jedoch auch einige besondere Veranstaltungen, die zum Erfolg beitrugen. Das Gastspiel des Comedy-Bauchredners Sascha Grammel zum Beispiel, das schon ein halbes Jahr vorher ausverkauft war. Oder der Abend mit Hirnforscher Professor Gerald Hüter. Oder die neue Reihe mit "Desimos Spezial Club Show". Oder, oder, oderů Auf alle Fälle schien das Kulturklubprogramm 2010 zu gefallen.

Aber nicht nur das: Auch das Theater hatte wieder mehr Freunde. Und das war für Linke und sein Team - und alle anderen, die mit der "Bühne Bad Harzburg" verbunden sind - eine wirklich große Überraschung. Zwar sank die Zahl der Abonnenten in der abgelaufenen Saison 2010/11 erneut (von 257 auf 227), dafür stieg der Einzelverkauf von 356 auf 634. Der Kostendeckungsgrad sei das erste Mal seit acht Jahren wieder verbessert worden, die Stadt musste für ihr Theater 3000 Euro weniger zuzahlen.

Dank an die Stadt

Unterm Strich hat der Kulturklub ein Plus in der Kasse - das aber schon wieder verplant ist. Denn der Verein spendiert dem Bündheimer Schloß eine neue Licht- und Tonanlage. Sie wird künftig allen Nutzern des Hauses zur Verfügung stehen, "Es ist unser Dankeschön an die Stadt", so Linke. Allerdings macht der Verein das auch aus Eigennutz, denn die neue Anlage spart Geld, man muss bei den Veranstaltungen weniger Technik anmieten.

Als Vertreter der Stadt, in deren Auftrag der Kulturklub das Programm gestaltet, dankte Ratsvorsitzender Wolfgang Kullig. "Wir können uns glücklich schätzen, den Kulturklub zu haben, andere Städte beneiden uns darum." Und deshalb war es auch kein Wunder, wie die Vorstandswahlen über die Bühne gingen: Bis auf eine Änderung, Brigitte Fulst wurde 2. Vorsitzende, weil die bisherige Amtsinhaberin Ina Sattler nicht mehr zur Verfügung steht, wurde das komplette Team im Amt bestätigt.

Quelle: Goslarsche Zeitung
Samstag, 11. Juni 2011
Text: Holger Schlegel

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